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6.5.2026 · 7 Min. Lesezeit

Einen Salon eröffnen: Schritt-für-Schritt-Checkliste und Kosten

Vom Businessplan über Meisterpflicht und Standort bis zur Eröffnung: die komplette Checkliste für Ihre Salon-Gründung — mit realistischen Kostenpunkten.

Vor dem Start: Konzept und Businessplan

Jede erfolgreiche Salon-Gründung beginnt mit einer klaren Positionierung: Friseursalon, Kosmetikstudio, Nagelstudio, Spa — und innerhalb davon: Wen wollen Sie erreichen, mit welchem Preisniveau, mit welchem Stil? Ein präzises Konzept macht alle folgenden Entscheidungen einfacher, von der Standortwahl bis zur Einrichtung.

Der Businessplan zwingt Sie, ehrlich zu rechnen: erwartete Kundenzahl pro Tag, durchschnittlicher Behandlungswert, Fixkosten, Personalkosten. Er ist außerdem Pflicht, wenn Sie einen Bankkredit oder Fördermittel beantragen. Planen Sie konservativ — die ersten Monate laufen fast immer langsamer an als erhofft.

Rechtliches und Formalitäten klären

In Deutschland ist das Friseurhandwerk zulassungspflichtig: Sie brauchen einen Meistertitel im Betrieb oder eine angestellte Meisterin bzw. einen Meister als fachliche Leitung. Kosmetikstudios sind dagegen in der Regel zulassungsfrei, bestimmte Behandlungen können aber eigene Anforderungen haben. In Österreich und der Schweiz gelten eigene Regeln — klären Sie das früh mit Handwerkskammer bzw. Wirtschaftskammer oder Gewerbeamt.

Auf die Liste gehören außerdem: Gewerbeanmeldung, steuerliche Erfassung beim Finanzamt, Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft, Hygieneanforderungen des Gesundheitsamts sowie die nötigen Versicherungen (Betriebshaftpflicht, Inventarversicherung). Auch an die DSGVO sollten Sie von Tag eins denken: Wer Kundendaten digital speichert, braucht saubere Einwilligungen und einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung mit seinen Software-Anbietern.

Standort und Mietvertrag

Der Standort entscheidet über Laufkundschaft, Sichtbarkeit und Mietkosten. Prüfen Sie: Passanten-Frequenz, Parkmöglichkeiten, Anbindung, direkte Konkurrenz in der Nachbarschaft — und ob die Immobilie für einen Salon überhaupt geeignet ist (Wasseranschlüsse, Lüftung, ggf. Nutzungsänderung).

Beim Mietvertrag lohnt sich professionelle Beratung: Laufzeit, Staffelmiete, Umbauklauseln und Konkurrenzschutz können über Jahre wirken. Eine zu lange Bindung an einen unpassenden Standort ist einer der teuersten Gründungsfehler überhaupt.

Kosten realistisch kalkulieren

Die Gründungskosten variieren stark nach Größe und Anspruch. Als grobe Orientierung, jeweils als Beispielrechnung: Einrichtung und Umbau (Stühle, Waschplätze, Kabinen, Empfang) können je nach Zustand der Räume von etwa 20.000 € bis weit über 80.000 € reichen. Dazu kommen Kaution, Erstausstattung an Produkten, Technik und Kasse, Beschilderung und Marketing zur Eröffnung.

Oft unterschätzt wird das Betriebskapital: Sie sollten die laufenden Kosten — Miete, Gehälter, Nachbestellungen, Versicherungen — für mindestens sechs Monate decken können, ohne auf volle Auslastung angewiesen zu sein. Eine ehrliche Liquiditätsplanung ist wichtiger als die schönste Einrichtung.

Sparen Sie nicht an der falschen Stelle: Gebrauchte Möbel können völlig in Ordnung sein, aber bei Hygiene, Qualität der Arbeitsgeräte und der Ausbildung des Teams rächt sich jeder gesparte Euro.

Team, Preise und Abläufe vor der Eröffnung

Stellen Sie Ihr Team so früh ein, dass vor der Eröffnung Zeit für Einarbeitung bleibt: Behandlungsstandards, Beratungsgespräche, Kassenabläufe. Ein eingespieltes Team am Eröffnungstag ist mehr wert als jede Werbeanzeige.

Legen Sie Ihre Preisliste auf Basis Ihrer Kalkulation fest, nicht auf Basis des Bauchgefühls oder allein der Konkurrenz. Rechnen Sie rückwärts: Welche Kosten muss jede Behandlungsstunde tragen, welchen Gewinn wollen Sie erzielen? Zu niedrige Eröffnungspreise sind später schwer zu korrigieren.

Digitale Grundausstattung von Anfang an

Richten Sie vor der Eröffnung ein: Google-Unternehmensprofil mit korrekten Öffnungszeiten und Fotos, eine einfache Website mit Preisen und Online-Buchung sowie Ihre Salon-Software für Termine, Kundenkartei und Kasse. Wer von Tag eins digital arbeitet, erspart sich die mühsame spätere Umstellung vom Papierkalender.

Planen Sie die Eröffnung als Ereignis: Eröffnungsangebot, Aktion für Terminbuchungen im Voraus, Zusammenarbeit mit Nachbargeschäften. Ziel ist nicht ein voller Eröffnungstag, sondern ein gefülltes Terminbuch für die ersten Wochen.

Fazit

Eine Salon-Eröffnung gelingt mit klarem Konzept, sauber geklärten Formalitäten, konservativer Finanzplanung und einem vorbereiteten Team. Die Checkliste ist lang — aber jeder abgehakte Punkt reduziert das Risiko in den kritischen ersten Monaten.

Für den digitalen Teil müssen Sie das Rad nicht neu erfinden: Mit Lumiperi starten Sie mit Online-Buchung, Terminkalender und Kundenkartei ab dem ersten Tag — und wachsen mit denselben Werkzeugen weiter.

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